was wir wollen

Wem gehört der Boden?
Wer nutzt und pflegt ihn?
Wie ist der Zugang geregelt?

Mit Grund und Boden wird immer mehr spekuliert. Spätestens seit der Weltfinanzkrise 2007 gilt Grund und Boden als sicheres Anlageobjekt. Die Folgen sind hohe Preise. Zwischen den Jahren 2007 und 2015 sind die Kaufpreise für Ackerland in Deutschland um knapp 113 Prozent gestiegen. In den Städten sieht es ähnlich aus. Artensterben, Mietpreissteigerungen, die Entfremdung vom eigenen Wohnumfeld durch intransparente Eigentumsverhältnisse, ungeheure Kapitalansammlung bei Einzelnen: All das sind Symptome unseres Umgangs mit Grund und Boden. Wollen wir diese Probleme lösen, brauchen wir ein neues Verständnis von ihm!

Besonders die Perspektiven der Commons-Forschung können zur Entwicklung gemeinwohlorientierter Umgangsformen mit Grund und Boden beitragen. Im Mittelpunkt steht dabei weniger Boden als Ressource, sondern die Art und Weise ihn zu nutzen und zu pflegen.

In diesem Zusammenhang interessieren uns folgende Fragen: 

  • Was braucht es, damit wir Boden als Commons verstehen und leben lernen?
  • Welche Verhandlungs- und Abstimmungsformen werden benötigt, um Boden langfristig gemeinschaftlich nutzen und pflegen zu können?
  • Welche Rolle spielt dabei die bewusste Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen?
  • Welche Rolle spielen Gesetze und Regeln und wie werden sie definiert?
  • Wie kann das Eigentumsrecht so ausgestaltet sein, dass es die unternehmerische Initiativkraft fördert und zugleich am Wohl der Gemeinschaft ausgerichtet ist?